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Stadtrat bringt Neubau der Sporthalle Schachen wieder ins Spiel

Der Aarauer Stadtrat will Sanierung, Erweiterung und Neubau der Sporthalle Schachen prüfen lassen. Dafür beantragt er 150’000 Franken.

Stadtrat bringt Neubau der Sporthalle Schachen wieder ins Spiel
Bild: Halter AG
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Die Zukunft der Sporthalle Schachen soll konkreter werden. Der Aarauer Stadtrat beantragt dem Einwohnerrat einen Planungskredit von 150’000 Franken für eine Variantenstudie. Untersucht werden sollen eine Sanierung, eine Erweiterung und ein Neubau der bestehenden Sporthalle. Der Einwohnerrat soll am 21. September 2026 über den Kredit entscheiden.

Motion brachte Planung wieder ins Rollen

Auslöser für die aktuelle Planung ist die Motion «Schachenhalle jetzt!», die der Einwohnerrat am 23. Juni 2025 überwiesen hat. Sie verlangt, dass Varianten für eine Sanierung und einen Neubau der Sportinfrastruktur im Schachen ausgearbeitet werden. Dabei soll die Stadt nicht von externen Realisierungspartnern abhängig sein.

Nach einem Dialogprozess zwischen Dezember 2025 und April 2026 sieht der Stadtrat nun die Grundlage geschaffen, um eine Machbarkeitsstudie mit Raumprogramm ausarbeiten zu lassen. Beteiligt waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Politik, Sportvereine, Schulen, des Kantons und der Stadtverwaltung.

Drei Varianten sollen miteinander verglichen werden

Die neue Studie soll nicht nur Sanierung und Neubau betrachten. Als dritte Möglichkeit soll auch eine Erweiterung der bestehenden Halle untersucht werden.

Geprüft werden unter anderem die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen, die Verträglichkeit der Projekte mit dem Stadtraum sowie die Vor und Nachteile der einzelnen Lösungen. Ebenfalls sollen für alle Varianten grobe Investitionskosten und Lebenszykluskosten berechnet werden.

Die Studien aus den Jahren 2008 bis 2015 können laut Stadtrat nur noch als Referenz dienen. Inzwischen hätten sich Anforderungen und Vorschriften unter anderem bei Energiestandards, Brandschutz, BASPO Normen und Verbandsvorgaben verändert.

130’000 Franken fliessen in die Planung

Der beantragte Kredit von insgesamt 150’000 Franken inklusive Mehrwertsteuer setzt sich aus mehreren Positionen zusammen. 130’000 Franken sind für das Planerteam und dessen Nebenkosten vorgesehen. Weitere 7000 Franken entfallen auf Vorbereitungsarbeiten wie Bestandespläne und Aufnahmen. 13’000 Franken sind als Reserve für Unvorhergesehenes eingeplant.

Die Variantenstudie soll gemeinsam mit den bereits beteiligten Interessengruppen erarbeitet werden. Geplant sind ein bis zwei Veranstaltungen, an denen Zwischenstände und das Schlussprodukt diskutiert werden.

Neubauprojekt scheiterte 2015 an den Kosten

Die Diskussion um die Zukunft der Sporthalle reicht weit zurück. Bereits 2011 wurden verschiedene Sanierungs, Erweiterungs und Neubauvarianten verglichen. Der Einwohnerrat entschied sich damals dafür, einen Ersatzneubau mit 3000 Zuschauerplätzen weiterzuverfolgen.

Ein entsprechendes Projekt wurde in den folgenden Jahren ausgearbeitet. Die Investitionskosten von rund 34,3 Millionen Franken führten 2015 jedoch dazu, dass das Vorhaben wegen der damals angespannten finanziellen Situation der Stadt nicht weiterverfolgt wurde.

Stattdessen beschloss der Einwohnerrat ein Instandhaltungskonzept. Seither wurden unter anderem der Hallenboden ersetzt, die Beleuchtung auf LED umgestellt, das Flachdach saniert, die Halle an die Fernwärme angeschlossen sowie Garderoben und Duschen erneuert.

Argoviarena liegt seit 2025 auf Eis

2023 brachte die Halter AG gemeinsam mit dem HSC Suhr Aarau die sogenannte Argoviarena ins Spiel. Vorgesehen war ein Hallenneubau im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Partnern. Ergänzend wurde eine Wohnnutzung geprüft.

Eine Machbarkeitsstudie kam 2025 zum Schluss, dass der Parkplatz bei der Sporthalle Schachen dafür der vorteilhafteste Standort wäre. Mit der Überweisung der Motion «Schachenhalle jetzt!» wurde die weitere Bearbeitung der Argoviarena und der Investorensuche jedoch pausiert.

Entscheid über konkrete Variante soll Ende 2027 fallen

Stimmt der Einwohnerrat dem Planungskredit zu, soll die Variantenstudie zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem zweiten Quartal 2027 ausgearbeitet werden.

Im dritten Quartal 2027 soll der Stadtrat über die Studie und das weitere Vorgehen entscheiden. Für das vierte Quartal 2027 ist anschliessend vorgesehen, dass der Einwohnerrat über einen Projektierungskredit für Sanierung, Erweiterung oder Neubau entscheidet.

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