Die anhaltende Trockenheit trifft die Schweizer Landwirtschaft hart. In vielen Regionen fallen Ernten geringer aus, Futtererträge sinken und gleichzeitig steigen die Produktionskosten. Die Migros will betroffene Betriebe unterstützen und stellt dafür zwei Millionen Franken zur Verfügung.
Das Geld wird in Absprache mit dem Schweizer Bauernverband (SBV) der Bucher Gossweiler-Stiftung übergeben. Die dem SBV nahestehende Stiftung unterstützt Landwirtschaftsbetriebe, die durch aussergewöhnliche Umstände in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
Hilfe soll gezielt ankommen
Über die Vergabe der zwei Millionen Franken entscheidet der Stiftungsrat der Bucher Gossweiler-Stiftung. Wie die Gesuchstellung funktioniert und welche Kriterien gelten, will die Stiftung am 31. August 2026 bekannt geben.
Entscheidend sei, dass die Unterstützung dort ankommt, wo die Folgen der Trockenheit besonders schwer wiegen. «Die Schweizer Landwirtschaft ist für die Versorgung unseres Landes zentral», sagt Mario Irminger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes. Gerade in einer ausserordentlichen Situation wie der aktuellen Trockenheit müsse rasch Verantwortung übernommen werden.
Engagement über den Krisenbeitrag hinaus
Der einmalige Beitrag ist Teil eines längerfristigen Engagements der Migros für die Schweizer Landwirtschaft. Gemeinsam mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette arbeitet das Unternehmen daran, die Produktion an künftige Herausforderungen anzupassen. Zudem investiert die Migros in eigene Verarbeitungsbetriebe. Ziel bleibt, auch künftig den grössten Teil der benötigten Rohstoffe von Schweizer Landwirtschaftsbetrieben zu beziehen.
Die aktuelle Trockenheit unterstreicht nach Ansicht der Migros die Bedeutung einer verlässlichen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Detailhandel. Als grösste Abnehmerin Schweizer Landwirtschaftsprodukte sieht sich die Migros dabei auch in der Verantwortung für die Versorgungssicherheit des Landes.