Die Gemeinde Gränichen darf sich neu offiziell «Energiestadt» nennen. Der Trägerverein Energiestadt hat die Gemeinde erstmals zertifiziert und damit deren Engagement für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik gewürdigt.
Der Zertifizierung ging ein mehrjähriger Prozess voraus. Vor drei Jahren setzte der Gemeinderat die Energie- und Klimakommission ein, die den Weg zur Auszeichnung begleitete und verschiedene Massnahmen vorantrieb. Unterstützt wurde der Prozess auch von Gemeindepräsident Andreas Fetscher.
Drei Jahre Arbeit bis zur Zertifizierung
Mit dem Label gehört Gränichen nun zu den mehr als 400 Energiestädten in der Schweiz. Die Auszeichnung wird an Gemeinden verliehen, die sich für Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Klimaschutz und umweltverträgliche Mobilität einsetzen.
Im Rahmen des Prozesses wurden verschiedene Grundlagen geschaffen. Dazu gehören eine kommunale Energie- und Klimapolitik, die in die Legislaturplanung 2026 bis 2029 eingeflossen ist, eine flächendeckende Energieplanung für die Wärmeversorgung sowie Planungsgrundlagen für den Erhalt und Ausbau der Fernwärme.
Fokus auf erneuerbare Energien
In den kommenden Jahren will die Gemeinde ihre Fortschritte mit konkreten Indikatoren messen und öffentlich kommunizieren. Im Zentrum steht dabei die Reduktion von Öl- und Gasheizungen zugunsten erneuerbarer Energien. Die TB Gränichen Energie AG soll dabei die Versorgungssicherheit für Wärmepumpen gewährleisten. Gleichzeitig soll das Fernwärmenetz weiter ausgebaut werden.
Auch die Nutzung von Solarenergie soll verstärkt werden. Die Gemeinde setzt dabei auf die bessere Ausnutzung des Potenzials von Dachflächen und auf die Förderung von Energiegemeinschaften. Zudem soll mit Unterstützung der Gemeinde und der Genossenschaft GränichenSolar die Stromproduktion auf öffentlichen Gebäuden erhöht werden.
Öffentliche Gebäude sollen effizienter werden
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Energieeffizienz öffentlicher Gebäude. Dazu gehören Investitionen in Gebäudetechnik und Wärmedämmung.
Mit der Auszeichnung als Energiestadt hat Gränichen nun die Grundlage geschaffen, um die energie- und klimapolitischen Ziele der kommenden Jahre systematisch umzusetzen und deren Fortschritt sichtbar zu machen.