Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Katar stand die Mannschaft von Murat Yakin bereits unter Druck. Doch das war eher Motivation als Belastung. Im SoFi Stadium von Los Angeles übernahm die Schweiz von Beginn an das Kommando, biss sich aber lange an den defensiv eingestellten Bosniern die Zähne aus. Trotz klarer Feldvorteile blieb es zur Pause torlos.
Manzambi als Matchwinner
Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Nati das Tempo. Die Erlösung folgte in der 73. Minute: Manzambi verwertete einen Abpraller sehenswert zum 1:0. Als Muharemovic nach einem Foul an Embolo die Rote Karte sah, war der Widerstand der Bosnier gebrochen. Vargas erhöhte in der 84. Minute auf 2:0, ehe Manzambi mit seinem zweiten Treffer alles klar machte.
Später Jubel statt Zittern
Zwar gelang Bosnien in der Nachspielzeit noch der Ehrentreffer zum 1:3, doch die Schweizer Antwort folgte umgehend. Mit dem 4:1 setzte die Nati den Schlusspunkt unter einen starken Auftritt. Dank des deutlichen Erfolgs übernimmt die Schweiz vor dem letzten Gruppenspiel gegen Kanada die Poleposition in Gruppe B und hat das Ticket für die Direktausscheidung in der eigenen Hand.
Telegramm
Schweiz – Bosnien-Herzegowina 4:1 (0:0)
SoFi Stadium, Inglewood, Los Angeles
70'026 Zuschauer.
Schiedsrichter: Silva Pinheiro (POR).
Tore: 74. Manzambi 1:0. 84. Vargas (Embolo) 2:0. 90. Manzambi (Vargas) 3:0. 93. Mahmić 3:1. 97. Xhaka (Penalty) 4:1.
Schweiz: Kobel; Widmer (86. Jaquez), Elvedi, Akanji, Rodríguez; Aebischer (71. Sow), Xhaka, Freuler; Rieder (71. Vargas); Embolo (89. Itten), Ndoye (71. Manzambi).
Bosnien-Herzegowina: Vasilj; Dedić, Katić, Muharemović, Kolašinac; Memić, Tahirović (63. Bašić), Šunjić (86. Hadžiahmetović), Alajbegović (91. Mahmić); Demirović (86. Lukić), Džeko (64. Bajraktarević).
Bemerkungen: 80. Rote Karte gegen Muharemović.
Verwarnungen: 59. Dedić. 61. Džeko. 65. Elvedi.