Der Maienzugvorabend erhält für die kommenden Jahre mehr Planungssicherheit. Die Stadt Aarau beteiligt sich bis 2030 mit einem jährlichen Pauschalbeitrag von 40'000 Franken an den Sicherheitskosten des traditionsreichen Anlasses. Eine entsprechende Vereinbarung für die Jahre 2026 bis 2030 haben der Stadtrat und der Verein Gastro Altstadt als Organisator in dieser Woche unterzeichnet. Zusätzlich verzichtet die Stadt wie bereits im vergangenen Jahr darauf, städtische Kosten an den Verein weiterzuverrechnen. Damit sollen die Rahmenbedingungen für die Durchführung des Maienzugvorabends stabilisiert werden.
Lehren aus dem schwierigen Vorjahr
Die neue Vereinbarung ist auch vor dem Hintergrund des vergangenen Jahres zu verstehen. Damals war die Durchführung des Maienzugvorabends kurzfristig unsicher geworden. Grund waren neue Vorgaben der Kantonspolizei Aargau, welche eine umfassende Anpassung des Sicherheitskonzepts nötig machten.
Für den Verein Gastro Altstadt führte dies zu erheblichen Mehrkosten. Diese beliefen sich auf rund 65'000 Franken. Die Stadt musste deshalb kurzfristig eine Defizitgarantie sprechen, um die Durchführung des Anlasses zu sichern. Im Vorfeld hatten die Organisatoren noch damit gedroht, «den Bettel hinzuschmeissen».
Verein bleibt für Organisation verantwortlich
Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung werden die Rollen klar geregelt. Die Stadt beteiligt sich finanziell an den Sicherheitskosten. Der Verein Gastro Altstadt stellt im Gegenzug weiterhin die Organisation des Maienzugvorabends sicher. Dazu gehören auch die Umsetzung des Sicherheitskonzepts sowie die Einhaltung aller Auflagen aus den notwendigen Bewilligungen.
Geregelt ist zudem, was mit einem möglichen Überschuss geschieht. Erzielt der Verein aus dem Maienzugvorabend einen Mehrertrag von mehr als 4000 Franken, wird der darüberliegende Betrag an die Stadt zurückerstattet. Die 4000 Franken gelten aus Sicht des Stadtrats als vertretbares Polster, damit geringe Reserven für die kommenden Jahre gebildet werden können.
Budgetentscheid bleibt vorbehalten
Die Vereinbarung schafft für Stadt und Verein Planungssicherheit bis 2030. Definitiv gesichert ist der Beitrag allerdings jeweils erst mit der jährlichen Genehmigung des städtischen Budgets durch den Einwohnerrat und das Stimmvolk.