Das KIFF gehört zu den prägenden Kulturinstitutionen der Stadt Aarau. Für die FDP Aarau ist der Neubau KIFF 2.0 deshalb grundsätzlich ein wichtiges Projekt für das kulturelle Profil der Stadt. Gleichzeitig warnt die Partei vor finanziellen Risiken, die mit dem Bau und dem späteren Betrieb verbunden seien.
In einer Mitteilung bezeichnet die FDP Aarau das KIFF als «kulturellen Leuchtturm». Ein mit Millionen an Steuergeldern finanzierter Kulturbau dürfe jedoch nicht zu einem dauerhaft subventionierten Kulturtempel werden.
Kosten rücken in den Fokus
Nach Ansicht der FDP erreicht das Projekt KIFF 2.0 inzwischen neue Dimensionen. Die Partei verweist auf Kosten von über 30 Millionen Franken und spricht von einer weitgehend öffentlich finanzierten Konzerthalle. Damit entstünden neben kulturellen Chancen auch erhebliche finanzielle Risiken.
Aus Sicht der FDP braucht es nach den finanziellen Herausforderungen im Bauprojekt eine Kurskorrektur für den späteren Betrieb. Die Stadt Aarau dürfe nach der Bauphase nicht auch im laufenden Betrieb faktisch eine Defizitgarantie übernehmen müssen.
FDP fordert stärkere kommerzielle Ausrichtung
Die FDP Aarau verlangt deshalb eine konsequente Professionalisierung und eine stärkere kommerzielle Nutzung des KIFF 2.0. Ziel müsse sein, die Besucherzahlen zu erhöhen, zusätzliche Einnahmen zu generieren und die Abhängigkeit von der öffentlichen Hand zu reduzieren. Als Vergleich nennt die Partei die Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn. Diese erreiche mit deutlich tieferen Investitionen jährlich rund 95’000 bis 100’000 Besuche. Das KIFF rechne für den Neubau trotz vergleichbarer Kapazitäten mit rund 70’000 Gästen.
Keine Dauerbelastung für Steuerzahler
Für die FDP ist klar, dass das KIFF 2.0 personell und strukturell so aufgestellt werden müsse, dass es langfristig auch unternehmerisch erfolgreich betrieben werden könne. Kulturförderung und finanzielle Verantwortung gehörten zusammen. Die Partei fasst ihre Haltung deutlich zusammen: «Kulturförderung ja, aber nicht um den Preis einer Dauerbelastung für die Steuerzahler.» Nur mit mehr Professionalisierung und Kommerzialisierung bleibe das KIFF aus Sicht der FDP ein tragbarer Leuchtturm statt ein kostspieliger Kulturtempel.