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VERAS-Gegner kritisieren Millionenprojekt als Strassen-Ausbau

Kritiker sehen VERAS als teures Strassenprojekt und fordern Investitionen in zukunftsfähige Mobilität.

VERAS-Gegner kritisieren Millionenprojekt als Strassen-Ausbau
Bild: Gemeinde Suhr
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Vor der kantonalen Abstimmung über VERAS melden sich Gegner des Verkehrsprojekts zu Wort. In einer Medienmitteilung kritisieren Ruben Brönnimann und Gian von Planta, dass das Projekt von den Befürwortern als Gewinn für alle Verkehrsteilnehmenden dargestellt werde.

Nach Ansicht der Kritiker stehe bei VERAS jedoch vor allem der Ausbau der Strasseninfrastruktur im Zentrum. Sie stellen infrage, ob Velofahrende, Fussgängerinnen und Fussgänger sowie der öffentliche Verkehr tatsächlich im gleichen Mass profitieren würden wie der Autoverkehr.

Zweifel am Nutzen für alle

Die Gegner argumentieren, ein Projekt, das grösstenteils aus neuer Strasseninfrastruktur bestehe, könne nicht glaubwürdig als Lösung für alle Mobilitätsformen verkauft werden. Der Zweck von VERAS sei aus ihrer Sicht von Beginn an die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Autoverkehrs gewesen.

Zudem warnen die Verfasser davor, dass zusätzliche Strassen langfristig nicht zwingend zu weniger, sondern zu mehr Verkehr führen könnten. Mehr Kapazität schaffe auch neue Anreize, das Auto zu benutzen.

384 Millionen Franken im Fokus

Im Zentrum der Kritik stehen auch die Kosten. Der Verpflichtungskredit für VERAS beträgt rund 384 Millionen Franken. Die Gegner halten fest, dass mit diesem Geld auch Busverbindungen ausgebaut, Velonetze geschlossen, Ortszentren aufgewertet und die Verkehrssicherheit verbessert werden könnten.

Stattdessen würden aus ihrer Sicht kurzzeitige Lösungen für strukturelle Verkehrsprobleme finanziert. Die Bevölkerung verdiene eine ehrliche Debatte darüber, ob der Kanton in zusätzliche Strasseninfrastruktur oder in andere Mobilitätslösungen investieren solle.

Aufruf zu einem Nein

Die Verfasser der Medienmitteilung kommen zum Schluss, dass VERAS kein ausgewogenes Mobilitätsprojekt sei, sondern in erster Linie den Autoverkehr fördere. Sie rufen die Stimmberechtigten deshalb dazu auf, das Projekt an der Urne abzulehnen.

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