Die Swiss Life Arena bebt. 10'000 Zuschauer verwandeln das ausverkaufte Zürcher Stadion in einen rot-weissen Hexenkessel, als die Schweizer Nationalmannschaft zum WM-Halbfinal gegen Norwegen antritt. Acht Spiele, acht Siege: Die Nati ist bislang makellos durch das Turnier marschiert. Doch im Kampf um den Final zählt die Vergangenheit nichts mehr.
Nervöser Beginn
Das bekommt die Schweiz im Startdrittel zu spüren. Die Partie beginnt nervös und turbulent, beide Teams kassieren frühe Strafen. Danach übernimmt die Nati zunehmend das Kommando und drückt Norwegen tief in die eigene Zone.
Bertschy mit dem 1:0
Die kompakte Abwehr der Skandinavier hält jedoch lange stand, während ihre Konter mehrfach für Gefahr sorgen – Genoni bleibt souverän. In der 18. Minute fällt die Erlösung: Bächler bedient Christoph Bertschy. Und der Fribourger fackelt nicht lange. Er dreht sich und hämmert den Puck unter die Latte: 1:0.
Schweizer Rausch im Mitteldrittel
Die Schweiz spielt sich in einen Rausch! Im Mitteldrittel lässt die Nati Norwegen kaum noch Luft zum Atmen und marschiert mit grossen Schritten Richtung WM-Final.
Malgin und Josi zaubern
Malgin vollendet in der 25. Minute einen Traumpass von Thürkauf zum 2:0, Jäger lenkt zum 3:0 ab. Selbst in Unterzahl bleibt die Schweiz souverän. Dann die Gala: Josi zaubert, Riat trifft im Powerplay zum 4:0 – die Arena bebt, der Final ist zum Greifen nah!
Festhütte Zürich
Der Rest ist Zugabe (mit Toren von Hischier und Rochette sowie dem 14. WM-Shutout von Goalie Leonardo Genoni) – und ein weiterer Beweis, dass Zürich eine grandiose Kulisse für diese WM bietet.
Spätestens als der Patent-Ochsner-Klassiker «W. Nuss vo Bümpliz» nach der Schlusssirene3 durch die Halle brandete, lief es den Zuschauer selbst an diesem Hochsommersamstag im Frühling kalt den Rücken hinunter.
Aller guten Dinge sind drei
Damit steht die Schweiz das dritte Mal nacheinander im WM-Final – und falls aller guten Dinge wirklich drei sind, kann es morgen nur ein Ende dieses Turniers geben: ein goldenes.