An der Gemeindeversammlung vom Freitag, 12. Juni 2026, stehen in Biberstein mehrere grössere Investitionsvorhaben zur Diskussion. Neben den üblichen Traktanden wie Protokoll, Rechenschaftsbericht und Rechnung 2025 behandelt die Versammlung auch Kreditabrechnungen sowie ein Einbürgerungsgesuch.
Besonders im Fokus stehen dabei der Ersatz der Heizung im Schulhaus sowie die Sanierung des Pumpwerks Wissenbach.
Alte Pelletsheizung soll ersetzt werden
In der Schulanlage von Biberstein ist seit 2007 eine Pelletsheizung für die zentrale Wärmeerzeugung in Betrieb. Laut Gemeinderat hat die Anlage inzwischen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und verursacht vermehrt Störungen.
Im Rahmen der Vorabklärungen wurden zwei Varianten geprüft. Einerseits der Ersatz durch eine neue Pelletsfeuerung, andererseits eine moderne Grundwasserwärmepumpe. Ein hydrogeologischer Bericht habe gezeigt, dass eine Nutzung des Grundwassers grundsätzlich möglich wäre.
Der Gemeinderat bezeichnet die Grundwasserwärmepumpe zwar als nachhaltigere und zukunftsgerichtete Lösung. Wegen der deutlich höheren Investitionskosten beantragt er der Gemeindeversammlung jedoch einen Kredit von 330’000 Franken für den Ersatz der bestehenden Pelletsanlage.
Weitere Sanierung beim Pumpwerk Wissenbach
Auch im Bereich der Abwasserinfrastruktur stehen weitere Investitionen an. Im Rahmen der regionalen generellen Entwässerungsplanung sollen sämtliche Sonderbauwerke im Einzugsgebiet der Abwasserreinigungsanlage Aarau künftig in ein gemeinsames Steuerungssystem integriert werden.
Bereits saniert wurden in Biberstein die Pumpwerke Schachen und Langenrain. Zudem genehmigte die Winter-Gemeindeversammlung 2025 die Sanierung des Regenüberlaufbeckens Oberer Dorfplatz.
Nun soll als nächster Schritt das Regenbecken beziehungsweise das Abwasserpumpwerk Wissenbach instandgesetzt werden. Für die Arbeiten rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund 245’000 Franken.
Weitere Traktanden auf der Liste
Zusätzlich befinden die Stimmberechtigten über die Kreditabrechnung «Wasserleitung Zwannenrain» sowie über die Einbürgerungszusicherung von Miguel Moreno Cuevas und seinen Kindern Leonardo und Diego Moreno de la Paz.