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Keine Matura für Randalierer nach Kanti-Chaos gefordert

Nach den Ausschreitungen rund um die «Uselütete» der Kantonsschule Wettingen fordern die Jungfreisinnigen Aargau klare Sanktionen gegen beteiligte Schülerinnen und Schüler.

Keine Matura für Randalierer nach Kanti-Chaos gefordert
Bild: Kurt Latzer
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Die Jungfreisinnigen Aargau verlangen, dass Personen, die nachweislich an Gewalt, Sachbeschädigungen oder organisierten Vandalenakten beteiligt waren, in diesem Jahr keine Matura erhalten. Hintergrund sind die jüngsten Vorfälle an der Kantonsschule Wettingen. Gemäss Medienberichten kam es bei der «Uselütete» zu massiven Ausschreitungen mit Verletzten und Sachschäden. Kurz darauf wurde die Schule erneut Ziel eines Vandalenakts. Dabei wurden Bücher beschädigt, Räume verwüstet und Schäden im denkmalgeschützten Dachbereich verursacht.

Ob beim jüngsten Vorfall erneut Schülerinnen oder Schüler der Kantonsschule Baden beteiligt waren, ist derzeit unklar.

«Die Maturität bewertet nicht nur schulische Leistungen, sondern ist auch ein Reifezeugnis. Wer kurz vor dem Abschluss derart handelt, zeigt gerade diese Reife nicht», sagt Etienne Frey.

Konsequente Strafverfolgung verlangt

Die Jungfreisinnigen fordern, dass die Verantwortlichen konsequent ermittelt und strafrechtlich belangt werden. Wer Personen verletzt oder gefährdet habe, müsse mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Zudem sollen Verursacher von Sachschäden für die entstandenen Kosten aufkommen und Wiedergutmachung leisten.

Sollte sich bestätigen, dass auch beim jüngsten Vandalenakt Schülerinnen oder Schüler der Kantonsschule Baden beteiligt waren, müssten laut Jungfreisinnigen dieselben Konsequenzen gelten.

Gleichzeitig warnt die Partei jedoch vor einer Pauschalverurteilung ganzer Schulen oder Jahrgänge. «Es wäre falsch, wegen einzelner Randalierer ganze Schulen oder Jahrgänge unter Generalverdacht zu stellen», sagt Elia-Luca Feltrin. «Genauso falsch wäre es aber, solche Vorfälle als jugendlichen Übermut zu verharmlosen.»

Traditionen sollen bestehen bleiben

Trotz der Vorfälle sprechen sich die Jungfreisinnigen dafür aus, dass Traditionen wie die «Uselütete» weiterhin durchgeführt werden können. Solche Abschlussrituale dürften nicht wegen einzelner Chaoten abgeschafft oder übermässig reguliert werden.

Damit friedliche Feiern auch künftig möglich bleiben, brauche es jedoch klare Regeln, persönliche Verantwortung und konsequente Sanktionen.

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