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Neue ARA soll Klima und Natur besser schützen

Die GRÜNEN Aargau befürworten die geplante Zusammenlegung von fünf Abwasserverbänden rund um Aarau. Gleichzeitig verlangen sie verbindliche Umwelt- und Klimaschutzmassnahmen.

Neue ARA soll Klima und Natur besser schützen
Bild: zVg
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Die GRÜNEN Aargau unterstützen den geplanten Zusammenschluss der Abwasserverbände Aarau, Mittleres Wynental, Region Schöftland, Region Kölliken sowie Reitnau-Moosleerau zu einer gemeinsamen Abwasserreinigungsanlage «ARA Aarau WSU». Dies teilte die Partei am Dienstag in einer Medienmitteilung mit.

Geplant ist der Bau einer neuen, regionalen Anlage am Standort Lähe/Salenmatt. Die Partei bezeichnet diesen zwar nicht als ideal, betont jedoch, dass die wichtigsten Standortentscheide bereits vor Jahren gefällt worden seien.

Die neue Anlage sei ein wichtiger Schritt für saubere Gewässer und qualitativ hochwertiges Trinkwasser.

Bevölkerung soll stärker einbezogen werden

Kritisch sehen die GRÜNEN den bisherigen Einbezug der Bevölkerung. Dieser sei «deutlich zu kurz gekommen». Für die weiteren Planungs- und Projektierungsschritte fordert die Partei deshalb eine systematische Beteiligung der Bevölkerung.

Besonders wichtig sei zudem der Schutz von Grundwasser und Auengebieten. Die geplante Anlage liege in einem ökologisch sensiblen Gebiet. Bau und Betrieb müssten deshalb so ausgestaltet werden, dass keine Schäden an Natur und Grundwasser entstehen.

Alte Anlagen sollen zurückgebaut werden

Die Partei fordert ausserdem den Rückbau aller bisherigen Kläranlagenstandorte. Das heutige ARA-Areal in Aarau soll laut den GRÜNEN künftig ökologisch aufgewertet und in den Auenschutzpark integriert werden. Die übrigen Standorte sollen wieder als Landwirtschaftsflächen genutzt werden.

Auch bei der Bauweise verlangen die GRÜNEN hohe Standards. Vorgesehen werden sollen begrünte Dächer und Fassaden, biodivers gestaltete Restflächen sowie eine konsequente Nutzung von Solarenergie, Prozesswärme und Abwärme.

Fokus auf Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduktion von Lachgas- und Methanemissionen. Beide Gase seien besonders klimaschädlich und müssten mit modernster Technologie möglichst stark reduziert werden.

Langfristig soll die Abwasserreinigung laut den GRÜNEN stärker auf Kreislaufwirtschaft ausgerichtet werden. Genannt werden unter anderem Projekte zur Rückgewinnung von Phosphor oder Urin sowie die Wiederverwertung von Reststoffen.

Zudem fordert die Partei strengere Vorgaben für chemische und pharmazeutische Stoffe. Viele Substanzen gelangten trotz schlechter Abbaubarkeit ins Abwasser. Als Beispiel nennen die GRÜNEN den Wirkstoff Diclofenac aus Voltaren-Salben. Der Kanton solle sich deshalb auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die Abbaubarkeit künftig ein zentrales Zulassungskriterium für solche Stoffe wird.

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