Die Börsen starteten zuversichtlich in die neue Handelswoche, nachdem der Iran berichtet hatte, dass die USA bereit seien, die Sanktionen aufzuheben. Die Friedensanzeichen verdichteten sich für einen Deal zwischen dem Iran und den USA. Das Nachrichtenportal Al-Arabiya berichtete von einem 10-Punkte-Plan, der nach einer Einigung Inkrafttreten könnte. Gegensätzliche Meldungen sorgten gelegentlich für neue Sorgen über die Lage im Iran. Ein Rückgang des Ölpreises beflügelte die US-Aktien, nachdem Präsident Trump erklärt hatte, Washington befinde sich mit Teheran in der Endphase von Friedensverhandlungen.
Vor der Grossen Halle des Volkes in Peking begrüsste Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit militärischen Ehren und rotem Teppich. Xi verwies zum Auftakt der Gespräche auf die langjährige gute Nachbarschaft und Freundschaft beider Staaten und erklärte kurz nach dem Gespräch mit Putin, dass die Beziehungen von China und Russland «in eine neue Phase eingetreten» seien. Betont wurde wiederholt die Freundschaft zwischen den beiden Staaten.
Trumps nächstes Ziel ist Kuba. Gedroht wurde mit einem Militäreinsatz der USA, ähnlich wie in Venezuela. Der frühere Präsident Raúl Castro wurde durch die USA angeklagt.
Die USA wollen 5'000 eigene Soldaten von Deutschland abziehen und nach Polen entsenden.
Die Schweizer Wirtschaft wächst überraschend stärker – das BIP stieg um 0.5%. Experten rechneten mit einem Wachstum von maximal 0.4 Prozent. Industrie und Dienstleistungen trieben in den ersten Monaten 2026 die Erholung nach dem Zollschock voran.
Im 1. Quartal 2026 waren in der Schweiz gemäss ILO-Definition 266'000 Personen erwerbslos. Das sind 26'000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Erwerbslosenquote erhöhte sich von 4.7% auf 5.2%.
Die Inflationsrate im ersten Quartal 2026 in der Schweiz war extrem niedrig und lag durchgehend in der vom Bundesamt für Statistik BFS definierten Zone der Preisstabilität (Januar und Februar je +0.1%, März + 0.3%).
Das erste Quartal 2026 der Schweizer Hotellerie verlief durchmischt. Nach einem starken Jahresauftakt bremsten geopolitische Unsicherheiten, vor allem der Nahostkonflikt, die Nachfrage. Das Plus schmolz auf ein minimales Wachstum von 0.1 Prozent. Vor allem verzeichnete das Fünf-Sterne-Segment Umsatzrückgänge
Unternehmensnachrichten
Das Weltraumunternehmen SpaceX von Elon Musk steht offiziell vor dem Börsengang (IPO). Das historische Ereignis soll am 12. Juni 2026 stattfinden. Es wird der grösste Börsengang der Geschichte erwartet, mit einer Bewertung von bis zu USD 2 Billionen. Zurzeit macht Space X hohe Defizite. Was die Zukunft bringt, z.B. Weltraumtaxis, Satelliten, ist schwer zu beurteilen.
Konkurrenz für Givaudan: Die Aktien der DSM-Firmenich werden neu auch an der Schweizer Börse SIX gehandelt. Der global tätige Hersteller von Nährstoffen, Aromen und Duftstoffen wird auch in den SPI-Index aufgenommen. Die Kotierung in Amsterdam bleibt bestehen. Der Börsenstart am letzten Donnerstag war sehr erfolgreich.
Die Onlinebank Swissquote hat den an der Generalversammlung einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu zehn am 28. Mai beschlossen. Die neuen Titel werden unter der neuen ISIN-Nr. CH1548235246 an der Schweizer Börse SIX gehandelt. Swissquote wird dann über 153 Mio. Aktien mit dem Nennwert CHF 0.02 verfügen.
Am Flughafen Zürich wurden im April 2'948'839 Passagiere abgefertigt (+6.1 % gegenüber dem Vorjahr). Die Zahl der Inlandsreisenden stieg um 7.2 %, die der Umsteigepassagiere um +3.3 %. Die Umsteigequote lag im April des Vorjahres bei 27.7%.
Der Medizintechniker Ypsomed hat im Geschäftsjahr 2025/26 mehr als erwartet erwirtschaftet. Der Umsatz stieg im Kerngeschäft um 20% auf CHF 601.5 Mio. und der Betriebsgewinn (Ebit) erhöhte sich auf CHF 195.5 Mio. Das konsolidierte Betriebsergebnis verdoppelte sich wegen eines einmaligen Gewinns aus dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts auf CHF 246.1 Mio. Der Verwaltungsrat beantragt eine Verdoppelung der Dividende auf CHF 4.40. Ypsomed erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 12 bis 15%.
In einer unangekündigten Durchsuchung haben französische Behörden zwei Standorte von Nestlé Waters kontrolliert. Beamte der Betrugsbekämpfung wurden am Dienstag vorstellig bei der Perrier-Anlage in Vergèze sowie in einem Labor in Vittel.
Grosse Kursauschläge gab es am Freitag bei Logitech nach oben wegen Dividendenerhöhung – und bei Partners Group nach unten wegen des Dividendenabgangs.
Aussichten
Die Situation bezüglich Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten ist noch nicht ausgestanden. Kurze Waffenpausen bleiben brüchig. Israel hat humanitäre Aktivisten, die Lebensmittel in den Gazastreifen bringen wollten, verhaftet, in Gefängnisse gesteckt und schliesslich ausgewiesen. Die USA schielen weiterhin auf Kuba, wollen dort die Regierung stürzen. Truppeninterventionen sind nicht ausgeschlossen. Grosse Risiken gibt es immer noch durch die blockierte Strasse von Hormus. Im Persischen Golf existieren auch Tiefseekabel im Meer. Wenn Iran diese bei misslungenem Friedensschluss sabotiert, würde der Internetverkehr zwischen Europa und Asien gestört oder ganz unterbrochen. Die gegenwärtige Situation birgt insgesamt Inflationspotenzial in sich wegen höherer Ölpreise und einer möglichen Verknappung von Benzin und Diesel, Produktion und Transporte würden teurer, der Flugverkehr behindert. Bis jetzt haben sich die Aktien trotzdem gut entwickelt, speziell die Technologiewerte. Die Reise- und Tourismusindustrie erwartet jedoch insgesamt weniger Gäste im kommenden Sommer, speziell aus Indien.