Der FC Aarau hat den Aufstieg in die Super League erneut verpasst. Vor 18’776 Zuschauerinnen und Zuschauern im Zürcher Letzigrund setzte sich der Grasshopper Club Zürich am Donnerstagabend nach Verlängerung mit 2:1 durch. Der entscheidende Treffer fiel erst kurz vor Schluss per Penalty.
Für Aarau endet damit eine Saison voller Hoffnung auf die bitterstmögliche Weise. Nach einer starken Challenge-League-Spielzeit fehlten dem FCA am Ende nur wenige Minuten zur möglichen Rückkehr ins Oberhaus.
GC kontrolliert die Startphase
Die Partie begann nervös aus Aarauer Sicht. GC übernahm früh die Kontrolle und setzte den FCA unter Druck. Die Mannschaft aus dem Aargau fand zunächst kaum Zugriff auf das Spiel und blieb offensiv lange harmlos.
Nach einer halben Stunde folgte der erste Rückschlag. Lovro Zvonarek brachte die Zürcher in der 30. Minute mit 1:0 in Führung. GC nutzte dabei die Unsicherheit in der Aarauer Defensive konsequent aus.
Doch kurz vor der Pause meldete sich Aarau eindrucksvoll zurück. Elias Filet traf in der 44. Minute zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich und brachte die rund 4000 mitgereisten FCA-Fans im Letzigrund zum Explodieren.
Nervöse zweite Halbzeit ohne Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein intensives Barrage-Spiel mit vielen Zweikämpfen, aber wenigen klaren Torchancen. GC kam mehrfach gefährlich vors Tor, traf unter anderem den Pfosten, während Aarau mit zunehmender Spieldauer vor allem auf Stabilität bedacht war.
Die Spannung stieg in der Schlussphase weiter an. In der 88. Minute sah GC-Spieler Lee Young-Jun nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Aarau witterte plötzlich wieder seine Chance.
Doch auch der FCA musste wenig später in Unterzahl weiterspielen. Nach VAR-Eingriff zeigte der Schiedsrichter Linus Obexer in der Verlängerung die Rote Karte. Damit standen beide Teams nur noch zu zehnt auf dem Platz.
Penalty entscheidet Barrage
In der Verlängerung neutralisierten sich beide Mannschaften lange gegenseitig. Klare Möglichkeiten blieben selten. Aarau kam durch Henri Koide zwar noch zu einer guten Chance, doch der Abschluss ging deutlich über das Tor.
Dann die spielentscheidende Szene in der 110. Minute. Nach einem Zweikampf im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Penalty für GC. Die Zürcher nutzten die Möglichkeit zum 2:1 und sorgten damit für die Entscheidung im Barrage-Duell.
Während GC den Ligaerhalt feiern durfte, herrschte bei Aarau grosse Enttäuschung. Der Traum von der Rückkehr in die Super League bleibt für den FCA erneut unerfüllt.
Grosse Emotionen rund um das Barrage-Spiel
Bereits vor dem Anpfiff war die Stimmung rund um die Partie speziell. Nach dem tragischen medizinischen Notfall beim Hinspiel im Brügglifeld blickte die gesamte Region emotional auf das Rückspiel in Zürich.
Trotz Zugstörungen rund um Zürich Hardbrücke reisten tausende Aarauer Fans in den Letzigrund und sorgten für eine eindrückliche Atmosphäre. Das Stadion war so gut gefüllt wie selten bei einem GC-Heimspiel.
Am Ende blieb dem FC Aarau jedoch erneut nur die Rolle des knapp geschlagenen Herausforderers