Ein Crewmitglied aus dem Aargau steht nach einem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff unter strenger Beobachtung. Ein im Kanton Aargau wohnhafter Mann wurde am Dienstag von der Rega aus den Niederlanden zurück in die Schweiz geflogen und befindet sich derzeit im Kantonsspital Aarau.
Elf Fälle und drei Todesopfer
Auf dem Kreuzfahrtschiff war es im April zu einem Ausbruch des Hantavirus gekommen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden bislang elf Fälle registriert. Drei Personen sind in Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Die Crewmitglieder des Schiffs wurden anschliessend in die Niederlande gebracht und dort unter Quarantäne gestellt. Der nun repatriierte Mann gilt als Kontaktperson. Gemäss den Behörden wurde er in den Niederlanden bereits negativ getestet und weist aktuell keine Symptome auf. Dennoch wird er im Kantonsspital Aarau erneut untersucht und getestet.
Rega bringt Mann in die Schweiz
Die Rega transportierte das Crewmitglied aus den Niederlanden in die Schweiz. Anschliessend brachte Schutz und Rettung Zürich den Mann unter medizinischer Begleitung ins Kantonsspital Aarau. Dort bleibt er vorerst isoliert, bis die Resultate der erneuten Labortests vorliegen. Sollte auch dieser Test negativ ausfallen und der Mann symptomfrei bleiben, darf er die Quarantäne zuhause fortsetzen.
42 Tage Überwachung angeordnet
Die Aargauer Kantonsärztin Dr. med. Claudine Mathieu Thiébaud hat gemeinsam mit Infektiologen des Kantonsspitals Aarau und des Kantonsspitals Baden die weiteren Massnahmen festgelegt. Vorgesehen ist eine 42-tägige Quarantäne ab dem letzten möglichen Kontakt mit dem Virus. Während dieser Zeit wird der Mann täglich überwacht. Dazu gehören Temperaturkontrollen, Symptomüberwachung sowie regelmässige Selbsttests. Das Kantonsspital Aarau steht laut Mitteilung täglich telefonisch mit dem Patienten in Kontakt und wird ihn regelmässig für weitere Labortests aufbieten.