Die Enttäuschung im Brügglifeld war riesig. Vor 8’450 Zuschauerinnen und Zuschauern verspielte der FC Aarau am Freitagabend den sicher geglaubten direkten Aufstieg in die Super League. Gegen den Yverdon Sport FC reichte eine 2:0-Führung am Ende nur zu einem 2:2. Weil gleichzeitig der FC Vaduz in Wil gewann, rutschte Aarau in letzter Sekunde noch auf den Barrageplatz ab.
Dabei hatte der Abend perfekt begonnen. Bereits in der 4. Minute brachte Acquah den FCA früh in Führung und sorgte für Euphorie im ausverkauften Stadion Brügglifeld. Die Mannschaft von Brunello Iacopetta dominierte die Anfangsphase und erspielte sich weitere Chancen.
Kurz vor der Pause schien dann alles angerichtet für die grosse Aufstiegsparty. Frokaj traf in der 42. Minute mit einem Distanzschuss zum 2:0. Der Ball wurde dabei noch entscheidend abgelenkt, Yverdon-Goalie Enzler blieb chancenlos.
Yverdon schlägt zurück
Doch praktisch mit dem Pausenpfiff kippte die Stimmung erstmals. Sessolo verkürzte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auf 2:1 und brachte die Gäste zurück ins Spiel.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Yverdon den Druck weiter. In der 63. Minute traf Antonio Marchesano zum Ausgleich. Gleichzeitig führte Vaduz in Wil deutlich, womit Aarau in der Live-Tabelle plötzlich wieder auf den Barrageplatz zurückfiel.
In der Schlussphase warf der FCA nochmals alles nach vorne. Das Heimteam drängte auf den Siegtreffer und damit auf den direkten Aufstieg, doch der entscheidende Treffer wollte nicht mehr fallen.
Wieder wartet die Barrage gegen GC
Damit endet die Saison für Aarau erneut mit dem bitteren Gang in die Barrage. Dort trifft der FCA wie bereits im Vorjahr auf den Grasshopper Club Zürich.
Während im Brügglifeld die grosse Enttäuschung herrschte, durfte Vaduz den direkten Aufstieg in die Super League feiern. Die Liechtensteiner nutzten den Aarauer Patzer eiskalt aus und sicherten sich mit dem Sieg in Wil den ersten Platz.