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Jugendherberge soll Aarau beleben

Eine Jugendherberge könnte das günstige Übernachtungsangebot in Aarau ergänzen. Der Stadtrat unterstützt ein entsprechendes Postulat.

Jugendherberge soll Aarau beleben
Schlicht eingerichtete Zimmer gehören zum typischen Konzept vieler Jugendherbergen und sollen günstige Übernachtungen ermöglichen. Bild: Thomas Andenmatten
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In Aarau könnte künftig eine Jugendherberge entstehen. Der Stadtrat unterstützt ein entsprechendes Postulat der Grünen-Fraktion und anerkennt den Bedarf nach zusätzlichen günstigen Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt.

Die Einwohnerräte Thomas Waldmeier, Angela Milesi und Samuel Marti hatten im November 2025 ein Postulat eingereicht. Darin fordern sie den Stadtrat auf, sich aktiv für die Ansiedlung einer Jugendherberge einzusetzen und mögliche Standorte sowie Betreiber zu prüfen.

Fehlende günstige Übernachtungsangebote

Gemäss Stadtrat verfügt Aarau im Vergleich zu anderen Städten weiterhin über ein unterdurchschnittliches Übernachtungsangebot. Während derzeit mehrere Projekte im klassischen Hotelsegment geplant oder umgesetzt werden, fehle insbesondere ein preisgünstiges Angebot.

Eine Jugendherberge könne diese Lücke schliessen. Sie würde nicht nur Schulklassen und Gruppen ansprechen, sondern auch Familien, Velotourist*innen sowie budgetbewusste Reisende. Der Stadtrat bezeichnet eine Jugendherberge deshalb als sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots.

Erste Gespräche bereits geführt

Bereits im August 2023 fand ein erster Austausch zwischen den Schweizer Jugendherbergen, der Aarau Standortförderung und der Stadt statt. Dabei zeigte sich, dass für einen wirtschaftlichen Betrieb rund 80 bis 90 Betten sowie etwa 1500 Quadratmeter Nutzfläche nötig wären.

Bislang konnte jedoch keine geeignete Liegenschaft gefunden werden, welche die Anforderungen bezüglich Lage, Grösse und Wirtschaftlichkeit erfüllt. Auch eine Standortanalyse aus dem Jahr 2025 zeigte, dass vertiefte Abklärungen nötig sind.

Konkrete Prüfungen ab 2027 geplant

Die Stadt plant, die Gespräche mit möglichen Grundeigentümerschaften und Betreibenden ab 2027 weiterzuführen. Grund dafür seien laufende und ressourcenintensive Projekte, welche derzeit Priorität hätten.

Geprüft werden sollen sowohl stadteigene als auch private Liegenschaften. Im Fokus stehen dabei Kriterien wie Lage, Grösse, Nutzfläche sowie planungs- und baurechtliche Voraussetzungen.

Mehr Frequenz für Aarau erhofft

Die Grünen argumentieren, dass eine Jugendherberge nicht nur zusätzliche Übernachtungen bringen würde, sondern auch Gastronomie, Museen und den Detailhandel stärken könnte. Zudem verweisen sie auf die Bewerbung Aaraus als Kulturhauptstadt 2030.

Als mögliche Standorte nennen die Postulanten unter anderem das Schulareal OSA, das Torfeld Süd oder das Kasernenareal.

Der Stadtrat beantragt dem Einwohnerrat nun, das Postulat zu überweisen.

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Original auf Aarau24 öffnen