Im Zentrum von Walts Beitrag steht eine dreiteilige Skulpturenreihe mit dem Titel «Status / Diskurs / Diversität». Die vertikal angelegten Stellen in hellem Tessiner Granit verbinden archaische Materialität mit feinen, präzis gesetzten Eingriffen: Schmale, durchgehende Öffnungen strukturieren die Form, während Farbe das Licht aufnimmt und verändert.
Die Werke treten in einen subtilen Dialog mit ihrer Umgebung – abhängig von Blickwinkel, Tageszeit und Lichteinfall entstehen unterschiedliche Wahrnehmungen. Die bewusst reduzierte Formsprache ist dabei typisch für Walts künstlerisches Schaffen, das sich durch eine klare, zeitlose Ästhetik auszeichnet.
«Mich interessiert der Moment, in dem ein massiver Stein plötzlich leicht wirkt – wenn Licht, Farbe und Raum beginnen, miteinander zu sprechen», sagt Lucas Walt über seine aktuelle Werkreihe. «Diese drei Arbeiten sind als offene Einladung zu verstehen: Sie schaffen keine Antworten, sondern ermöglichen neue Perspektiven.»
Die Ausstellung «Dialog – Skulpturenausstellung» ist als Wanderausstellung des Verbands Schweizer Bildhauer- und Steinmetze konzipiert und macht derzeit Halt in Aarau. Die Werke sind im öffentlichen Raum zugänglich und laden Besucherinnen und Besucher noch bis Ende Oktober 2026 dazu ein, Kunst unmittelbar im Alltag zu erleben.