Die im März zwischen SBB und SNCF Voyageurs unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zur Stärkung der Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen und zur Entwicklung neuer Linien trägt Früchte: SBB, SNCF Voyageurs und Eurostar eine Absichtserklärung zur Einführung einer Direktverbindung zwischen der Schweiz und London unterschrieben.
Die Absichtserklärung bilde einen wichtigen Meilenstein in der langfristigen Planung für eine mögliche neue Direktverbindung ins Vereinigte Königreich, heisst es in einer Mitteilung der SBB.
Grosse Nachfrage
London ist das beliebteste Flugziel aus der Schweiz, die Nachfrage nach internationalen Bahnreisen sei entsprechend gross. Direktverbindungen mit einer Reisezeit von sechs Stunden zwischen Zürich und London, fünf Stunden zwischen Basel und London und fünfeinhalb Stunden zwischen Genf und London dürften laut Studien der Marktnachfrage und den Erwartungen der internationalen Reisenden entsprechen.
Stärkere Partnerschaft geplant
Im März haben SBB und SNCF Voyageurs eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Sie zielt darauf ab, die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen zu stärken und potenzielle neue Verbindungen zu entwickeln, darunter auch zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Um dieses Ziel zu erreichen, sieht die Vereinbarung zudem die Beteiligung der Tochtergesellschaften von SNCF Voyageurs vor.
Fahrpläne und Betriebskonzepte
Der nächste Schritt nach der Absichtserklärung ist die Analyse möglicher Fahrpläne und Betriebskonzepte. Anhand der Ergebnisse werden dann die wichtigsten Massnahmen für die mögliche Einführung einer solchen Direktverbindung von der Schweiz nach London festgelegt.
Umsetzung frühestens 2030
Die drei Partner seien bestrebt, die potenzielle Direktverbindung nach London so bald wie möglich anzubieten. Bis zur Einführung des neuen Angebots seien jedoch noch einige Schritte erforderlich. Dazu gehören die Vorbereitung der Einreiseformalitäten, die Klärung der erforderlichen Infrastruktur und zwischenstaatlichen Übereinkommen sowie der Verfügbarkeit von geeigneten Zügen und Trassen. Die Umsetzung wäre frühestens im Laufe der 2030er Jahre möglich.