Das Komitee «Unterentfelden besser-mache», das sich für die Eigenständigkeit der Gemeinde einsetzt, hat zu einem Treffen eingeladen, das auf reges Interesse stiess. Zahlreiche Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, um sich über das vorliegende Detailkonzept sowie den Fusionsvertrag mit Aarau zu informieren und auszutauschen.
Kritik an finanziellen Auswirkungen
Im Zentrum der Diskussion standen insbesondere die finanziellen Folgen einer möglichen Fusion. Gemäss den Ausführungen des Komitees würde eine geringe Steuerersparnis durch deutlich höhere Gebühren in der Stadt Aarau kompensiert. Dies werfe Fragen zur tatsächlichen finanziellen Entlastung für die Bevölkerung auf.
Sorgen um demokratische Mitbestimmung
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die politischen Strukturen. Das Komitee bemängelt den möglichen Wegfall der Gemeindeversammlung, welche als wichtiges Instrument der direkten Mitbestimmung gilt. Auch die grössere Distanz zum Gemeinderat wurde als Nachteil hervorgehoben.
Offene Fragen in zentralen Bereichen
Zudem seien im Detailkonzept noch zahlreiche zentrale Themen ungeklärt. Genannt wurden unter anderem die Organisation von Schule, Feuerwehr, Jugendarbeit sowie der Betrieb der Badi. Diese offenen Punkte sorgten laut Komitee für zusätzliche Unsicherheit in der Bevölkerung.
Das Komitee spricht sich deutlich gegen eine Fusion mit Aarau aus. Es betont die bestehenden Stärken von Unterentfelden und setzt sich für den Erhalt der Eigenständigkeit ein. Gleichzeitig unterstreicht es die Bedeutung einer transparenten und umfassenden Information der Bevölkerung.