Wer auf eine Pflichtübung der Grasshopper Club Zürich hoffte, bekam stattdessen eine Lektion in Sachen Entschlossenheit serviert. Stade-Lausanne-Ouchy spielte nicht wie ein Aussenseiter, sondern wie ein Team, das den Cup riechen konnte.
Traumtor als Weckruf
Die erste Halbzeit war ein vorsichtiges Abtasten. GC hatte mehr Ball, Lausanne die klareren Momente. Doch richtig wach wurde die Partie erst nach der Pause. Und wie: In der 52. Minute zirkelte Nomel den Ball sehenswert ins lange Eck. Ein Treffer wie aus dem Lehrbuch, einer, der nicht nur ins Netz, sondern auch ins Selbstverständnis der Zürcher einschlug.
Ideenlos gegen Leidenschaft
Was danach kam, war erstaunlich dünn. GC rannte, ja. Aber ohne Plan, ohne Wucht, ohne Überzeugung. Die beste Chance? Ein Frey-Abschluss, der ohnehin im Abseits verpuffte. Lausanne hingegen spielte weiter nach vorne, bissig, mutig. So, als gäbe es nichts zu verlieren.
Platzverweis und Pyros
Als Köhler in der 85. Minute als letzter Mann foulte, war das Spiel faktisch entschieden. Schiedsrichter Sandro Schärer blieb keine Wahl. Und als in der Nachspielzeit ein Eckball von Tritten direkt zum 2:0 im Tor landete, entlud sich die Frustration: GC-Fans stürmten kurz aufs Feld, Pyros flogen. Ein hässlicher Nachklang zu einem ohnehin missglückten Abend.
Fazit mit Beigeschmack
GC scheitert nicht nur am Gegner, sondern auch an sich selbst. Zu wenig Ideen, zu wenig Feuer und am Ende zu viele Nebengeräusche. Lausanne hingegen? Spielt weiter. Verdient. Und mit breiter Brust.