Die Einwohnergemeinde Unterentfelden schliesst das Jahr 2025 mit einem Aufwandüberschuss von CHF 116'657.76 ab. Budgetiert war ein deutlich höherer Fehlbetrag von CHF 679’905. Damit ergibt sich eine Verbesserung von rund CHF 563’000.
Ausschlaggebend für dieses Resultat waren insbesondere höhere Steuererträge bei natürlichen Personen sowie geringere Ausgaben in Bereichen wie Sozialhilfe, Asylwesen und Zinsaufwendungen. Zusätzlich wirkte sich ein einmaliger Sondereffekt aus einem Landgeschäft positiv auf die Rechnung aus.
Gemischte Entwicklung bei Steuern
Während die Einnahmen bei natürlichen Personen sowie bei Nachsteuern und Bussen zunahmen, gingen die Erträge bei juristischen Personen zurück. Gründe dafür liegen unter anderem in strukturellen Veränderungen. Auch Einnahmen aus Erbschafts- und Schenkungssteuern sowie Grundstückgewinnsteuern blieben unter den Erwartungen.
Höhere Kosten in einzelnen Bereichen
Dem positiven Ergebnis stehen Mehrkosten in verschiedenen Bereichen gegenüber. Dazu zählen insbesondere die Pflegefinanzierung, die Sozialen Dienste und Beistandschaften sowie die Kreisschule Entfelden und die Kinderbetreuung. Auch in der Abteilung Bau und Planung lagen externe Aufwendungen über dem Budget.
Der Gemeinderat weist darauf hin, dass trotz der verbesserten Rechnung weiterhin finanzielle Herausforderungen bestehen. Ziel bleibt es, die langfristige Stabilität des Haushalts zu sichern.
Investitionen unter Budget
Die Nettoinvestitionen beliefen sich 2025 auf CHF 2.9 Millionen und lagen damit unter dem geplanten Wert. Investiert wurde unter anderem in Schulbauten, eine neue Holzschnitzelheizung sowie in Strassenprojekte und Planungen an der Kantonsstrasse K208.
Zur Finanzierung wurde ein Darlehen von CHF 2 Millionen aufgenommen. Die langfristigen Schulden betragen per Ende Jahr CHF 9.5 Millionen bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 0.91 Prozent.
Positive Entwicklung bei Eigenwirtschaftsbetrieben
Die eigenwirtschaftlichen Betriebe zeigen insgesamt eine positive Entwicklung. Die Seniorenwohnungen sowie das Wasserwerk schliessen mit Ertragsüberschüssen ab. Auch die Defizite bei Abwasser und Abfall fallen tiefer aus als erwartet. Der Wärmeverbund weist aufgrund von Anlaufseffekten ebenfalls einen Überschuss aus.
Ortsbürgergemeinde ebenfalls besser
Auch die Ortsbürgergemeinde schliesst besser ab als budgetiert. Der Aufwandüberschuss beträgt CHF 23'898.31 und liegt damit unter dem vorgesehenen Wert. Gründe sind unter anderem höhere Mieteinnahmen.