Mit über 63 Prozent Ja-Stimmen haben sich die Stimmberechtigten in Aarau deutlich für den Landabtausch und damit für die geplante Zwei-Standort-Lösung der Oberstufe ausgesprochen. Das Resultat gilt als klares Signal für die Weiterführung der Schulraumplanung und die Schaffung eines neuen Oberstufenstandorts in der Telli.
Die Zustimmung wird von mehreren politischen Fraktionen als verbindlicher Auftrag interpretiert, die eingeschlagene Strategie konsequent weiterzuverfolgen.
Unterschiedliche Entscheide werden respektiert
Gleichzeitig fiel das Votum der Ortsbürgergemeinde zum Baurechtsvertrag knapp negativ aus. Dieses Ergebnis werde respektiert, heisst es in der gemeinsamen Erklärung der Fraktionen. Dennoch wird betont, dass das deutliche Resultat der Einwohnergemeinde die Richtung klar vorgebe.
Die Aarauer Bevölkerung habe sich klar hinter die geplante Schulraumstrategie gestellt. Nun gehe es darum, auf dieser Grundlage Lösungen zu entwickeln, die politisch tragfähig sind.
Breite politische Unterstützung
Die Fraktionen von SP, FDP, Grünen, GLP, Pro Aarau, Die Mitte und EVP sprechen sich geschlossen dafür aus, die Option eines neuen Oberstufenstandorts in der Telli weiterzuverfolgen. Sie unterstützen den Stadtrat darin, eine mehrheitsfähige Grundlage zu erarbeiten.
Zugleich appellieren sie an die Ortsbürgergemeinde, sich aktiv und konstruktiv in die kommenden Gespräche einzubringen. Ziel sei es, gemeinsam einen Kompromiss zu finden, der den Weg für einen neuen Baurechtsvertrag ebnet.
Fokus auf gemeinsame Lösung
Im Zentrum steht nun die Suche nach einer partnerschaftlichen Lösung, die sowohl den politischen Realitäten als auch dem Volksentscheid Rechnung trägt. Die Weiterentwicklung der Schulraumplanung wird als zentral für die Zukunft der Stadt und der Region angesehen.
Die Fraktionen zeigen sich überzeugt, dass eine Einigung möglich ist. Entscheidend sei, dass alle Beteiligten Verantwortung übernehmen und den klar geäusserten Willen der Bevölkerung umsetzen.