Vom 28. März bis 19. April 2026 ist im Foyer des Stadtmuseum Aarau die Fotoreportage «Kupfer, Gold und Widerstand» von Michael Würtenberg zu sehen. Der Fotograf aus Küttigen dokumentiert seit mehreren Jahren die Folgen des Rohstoffabbaus in Serbien und den Widerstand der Bevölkerung dagegen.
Die Ausstellung zeigt monumentale Landschaftsbilder aus Regionen wie Majdanpek und Bor, wo sich bedeutende Kupfervorkommen befinden. Weitere Aufnahmen führen nach Smederevo, wo Industrieemissionen die Stadt prägen, sowie ins Jadar-Tal, wo geplanter Lithiumabbau Proteste auslöst.
Zwischen Fortschritt und Umweltbelastung
Die Fotografien verdeutlichen die Spannungsfelder zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und ökologischen Folgen. Würtenberg hält dabei nicht nur Landschaften fest, sondern richtet den Fokus auch auf gesellschaftliche Konflikte.
So dokumentiert er die anhaltenden Demonstrationen gegen Korruption, die nach dem Einsturz eines Bahnhofvordaches in Novi Sad im November 2024 entstanden sind. Ebenso thematisiert die Ausstellung das umstrittene Bauprojekt «Belgrade Waterfront», das den Umbau eines historischen Stadtteils in Belgrad vorsieht und Widerstand auslöst.
Menschen im Mittelpunkt
Neben den grossformatigen Landschaftsaufnahmen stehen Porträts von Menschen, die sich gegen Umweltzerstörung und politische Missstände engagieren. Ihre Geschichten und Beweggründe werden im Begleitmaterial zur Ausstellung festgehalten.
Fotograf Michael Würtenberg sagt dazu: «Wenn ich ein Bild mache, das ‹einfährt›, wie ich sage, dann spüre ich: Das ist mehr als ein Foto. Es ist eine Verbindung zwischen den Menschen in Serbien und denen, die die Ausstellung besuchen.»
Ausstellung mit Begleitprogramm
Die Ausstellung ist kostenlos zugänglich und wird von einem Rahmenprogramm begleitet. Am 31. März findet ein Mittagstisch mit Kurzführung statt, während am 19. April eine öffentliche Führung angeboten wird.
Mit seiner Arbeit möchte Würtenberg Denkanstösse geben. «Ich möchte, dass die Besucher:innen nicht nur schöne Bilder sehen, sondern, dass sie mit neuen Gedanken nach Hause gehen – vielleicht sogar mit dem Impuls, ihr eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen», sagt er.