Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung zum tödlichen Unfall an der Rad-WM vom September 2024 abgeschlossen und das Verfahren eingestellt. Die Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten. Weder Dritte noch der Veranstalter oder andere Fahrerinnen tragen demnach eine Mitschuld. Im Vordergrund steht ein Rennunfall ohne Fremdeinwirkung.
Fataler Sturz in Küsnacht
Die Juniorinnen-Fahrerin Muriel Furrer stürzte am 26. September 2024 während einer Abfahrt auf Küsnachter Gemeindegebiet. Sie erlag einen Tag später im Spital ihren schweren Verletzungen. Der Unfall ereignete sich ausserhalb des Sichtfelds von Begleitfahrzeugen, Kommissaren und Zuschauern. Die Fahrerin lag verdeckt im Unterholz und blieb zunächst unentdeckt.
Verspätete Entdeckung
Da kein Live-Tracking eingesetzt wurde, fiel das Fehlen der Athletin nicht sofort auf. Erst rund 80 Minuten nach dem Sturz wurde sie gefunden. Laut Staatsanwaltschaft ist auch dieser Umstand nicht strafrechtlich relevant.
Rettungskette funktionierte
Nach der Entdeckung trafen die Rettungskräfte innert Minuten ein und leiteten die Erstversorgung ein. Auch bei Bergung und Behandlung im Universitätsspital Zürich wurden keine Pflichtverletzungen festgestellt. Die Einstellungsverfügung ist noch nicht rechtskräftig. Weitere Details will die Staatsanwaltschaft aus Rücksicht auf die Angehörigen derzeit nicht bekannt geben.