Die Erfolgsrechnung 2025 der Einwohnergemeinde Oberentfelden fällt klar positiver aus als erwartet. Statt eines budgetierten Defizits von 642'838 Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 266'421 Franken. Damit liegt das Ergebnis um über 900'000 Franken über den Prognosen.
Haupttreiber dieses positiven Resultats sind höhere Steuereinnahmen. Die Einkommens- und Vermögenssteuern übertrafen das Budget deutlich. Insgesamt lagen die Steuererträge, inklusive Sondersteuern, klar über den Erwartungen.
Steigende Kosten belasten weiterhin
Trotz des erfreulichen Abschlusses zeigt sich auf der Aufwandseite ein differenziertes Bild. In der Bildung entstanden Mehrkosten, insbesondere bei der obligatorischen Schule sowie bei den Schulgeldern für Berufsschülerinnen und Berufsschüler.
Auch im Pflegebereich steigen die Ausgaben kontinuierlich. Für die kommenden Jahre wird mit weiteren Kostensteigerungen gerechnet.
Positiv entwickelte sich hingegen der Bereich Sozialhilfe und Asylwesen. Hier lagen die Ausgaben deutlich unter Budget, was zur Entlastung der Gemeindefinanzen beitrug.
Einmaleffekt sorgt für positives Ergebnis
Der Gemeinderat weist darauf hin, dass das positive Gesamtergebnis nicht ausschliesslich auf strukturelle Verbesserungen zurückzuführen ist. Ohne die Aufwertung einer Baulandparzelle wäre das Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit weiterhin negativ ausgefallen.
Hohe Investitionen und steigende Verschuldung
Im Jahr 2025 tätigte die Gemeinde Investitionen von insgesamt über 10 Millionen Franken. Der grösste Anteil entfiel auf die Erweiterung des Oberstufenschulhauses. Weitere Mittel flossen in Schulmobiliar, energetische Sanierungen sowie in die Infrastruktur der Eigenwirtschaftsbetriebe.
Die Eigenfinanzierung deckte weniger als die Hälfte der Nettoinvestitionen. In der Folge stieg die Nettoschuld deutlich an. Laut Gemeinde liegt dieser Wert jedoch weiterhin unter der vom Kanton als kritisch eingestuften Grenze.
Strukturelle Herausforderungen bleiben
Trotz des positiven Jahresabschlusses sieht sich die Gemeinde weiterhin mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere steigende Kosten im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie ausstehende Krankenkassenprämien belasten die langfristige Finanzentwicklung.