In Aarau sorgt eine Anfrage der SVP-Fraktion für Diskussionen rund um die Finanzierung der Kreisschule Aarau-Buchs. Im Zentrum steht die Frage, wie Risiken verteilt sind, wenn Aussengemeinden ihre Verträge kündigen.
Gemäss Anfrage trägt die Stadt Aarau gemeinsam mit Buchs die Hauptlast für Bau, Betrieb und Finanzierung der Schulinfrastruktur. Aussengemeinden bezahlen ein Schulgeld pro Schüler, könnten ihre Verträge jedoch unter bestimmten Bedingungen kündigen, ohne langfristige finanzielle Verpflichtungen zu übernehmen.
Mögliche hohe Kosten für Aarau
Besonders kritisch wird beurteilt, dass bei einem Wegfall von 25 bis 35 Prozent der Oberstufenschüler erhebliche ungedeckte Fixkosten entstehen könnten. Dazu zählen Abschreibungen, Unterhalt sowie Mietkosten für bestehende Infrastruktur.
Diese Kosten müssten vollständig von Aarau und Buchs getragen werden. Für die lokalen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler könnte dies eine erhebliche Mehrbelastung bedeuten.
Forderung nach Transparenz
Die SVP verlangt vom Stadtrat umfassende Transparenz. Konkret sollen alle bestehenden Verträge mit Aussengemeinden wie Küttigen, Biberstein oder den beiden Erlinsbach offengelegt werden.
Zudem wird hinterfragt, ob die Kreisschule eigenständig Verträge abschliessen kann, die finanzielle Risiken für Aarau verursachen, ohne dass die Stadt ein wirksames Mitspracherecht hat.
Blick auf langfristige Planung
Ein weiterer Fokus liegt auf der langfristigen Entwicklung. Die Anfrage stellt die Frage, wie sich geplante Investitionen, etwa ein möglicher Neubau oder Umbauten von Schulstandorten, auf das Risiko auswirken.
Insbesondere wird auch nach Szenarienrechnungen gefragt, die mögliche finanzielle Folgen über mehrere Jahrzehnte aufzeigen.
Stadtrat in der Pflicht
Neben der Offenlegung der Verträge verlangt die SVP auch Antworten zu möglichen Gegenmassnahmen. Dazu gehören etwa Rückstellungen, Vertragsanpassungen oder strategische Entscheide zur Schulraumplanung.
Der Stadtrat ist nun gefordert, die aufgeworfenen Fragen zu klären und darzulegen, wie gross das Risiko für die Stadt tatsächlich ist und wie damit umgegangen werden soll.