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Aarauer Oberstufe – Weiter wie bisher?

Mit den Jahren geht ja gerne vergessen, wie sich Ereignisse effektiv abgespielt haben. Vor rund 10 Jahren wurde die Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) gegen den Willen der dannzumal operativ verantwortlichen Personen eingeführt.

Aarauer Oberstufe – Weiter wie bisher?
Bild: Aarau24 / zVg.
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  • Christoph Müller schreibt: 

Lediglich 23 mehr Ja-Stimmen in Buchs gaben damals den Ausschlag für die Gründung der KSAB. Weder die Schule Aarau noch die (damals gut funktionierende) Kreisschule Buchs-Rohr wollten diese Fusion. Und heute würde vermutlich auch die Gemeinde Buchs deutlich Nein stimmen.

 

Die Kreisschule Aarau-Buchs wurde durch die Politik also top-down eingeführt. Die Geschichte wiederholt sich nun mit dem neu geplanten Oberstufenzentrum in der Telli. Bis heute gab es keine flächendeckende Vernehmlassung unter den Oberstufenlehrerinnen und -lehrern der KSAB, ob sie zukünftig gerne in dieser Mammut-Schule stufendurchmischt unterrichten möchten. Dementsprechende Anträge im Kreisschulrat wurden allesamt abgelehnt. Die Verantwortlichen wollten und wollen bis heute nicht, dass die betroffenen Lehrpersonen mitreden dürfen. Dabei ist jedem vernünftigen Menschen klar, dass motivierte Lehrkräfte den grössten Beitrag leisten zu einer guten Schule und einer guten Ausbildung für unsere Kinder.

 

Weder die Bevölkerung in der Telli noch die betroffenen Vereine wurden bisher um ihre Einschätzung zum Oberstufenzentrum gebeten. Die Mammut-Schule ist ein reines top-down Projekt der lokalpolitischen «Elite». Der Aarauer Stadtrat und der Einwohnerrat haben sich pro-forma von einer Projekt-Delegation und einem Klima-Architekturbüro beraten lassen, einmal mehr  wurden die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer nicht befragt. Was heute als politisch breit abgestützter Kompromiss verkauft wird, ist in Tat und Wahrheit also reines Kabuki-Theater.

 

Die Grösse und Lage des Oberstufenzentrums wird eine Flut von Einsprachen und Beschwerden auslösen, so dass der gewünschte Schulraum auch in zehn oder fünfzehn Jahren kaum verfügbar sein wird. Und sollte das Oberstufenzentrum dereinst gebaut werden, so wird es garantiert als Mahnmal für völllig verfehlte Schulraumplanung in die Geschichte eingehen.

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