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Aarau prüft Lockerung des Fahrverbots in der Telli

Der Stadtrat will das Velo-Fahrverbot in der Mittleren Telli überprüfen. Ein Postulat fordert klare und praxistaugliche Regeln.

Aarau prüft Lockerung des Fahrverbots in der Telli
(Archivbild) Bild: canva
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Im Einwohnerrat von Aarau sorgt die Verkehrssituation in der Mittleren Telli für Diskussionen. Ein Postulat aus den Reihen der SVP fordert, die Verkehrsschilder «Allgemeines Fahrverbot» bei sämtlichen oberirdischen Zufahrtswegen zu den Wohnzeilen Rütmattstrasse, Delfterstrasse und Neuenburgerstrasse zu entfernen oder mit dem Zusatz «Fahrräder gestattet» zu ergänzen. Auch beim Telliplatz sollen die entsprechenden Schilder angepasst werden.

Begründet wird der Vorstoss mit der seit längerem als unbefriedigend empfundenen Situation für Velofahrende im Quartier.

Alter Vertrag setzt Grenzen

Der Stadtrat verweist in seiner Botschaft auf einen Grundeigentümervertrag aus dem Jahr 1972. Dieser bilde die Grundlage für die bestehenden Fahrverbote und sei für die beteiligten Parteien verbindlich. Eine Anpassung sei juristisch geprüft worden, lasse sich jedoch nicht ohne Weiteres umsetzen.

Gleichzeitig anerkennt der Stadtrat, dass die heutige Regelung Spannungsfelder schafft. Insbesondere direkte Querungen innerhalb des Quartiers seien mit dem Velo teilweise nicht möglich oder mit Umwegen verbunden.

Viele Velos im Quartier

In der Mittleren Telli leben zahlreiche Menschen, darunter viele Familien mit Kindern. Das Velo spielt im Alltag eine wichtige Rolle, etwa für den Schulweg oder den Weg zur Arbeit. In den vier Wohnzeilen befinden sich mehrere hundert Fahrräder.

Gemäss Postulat führt die aktuelle Signalisation dazu, dass Verbote im Alltag häufig missachtet werden. Dies sorge für Unsicherheit darüber, welche Regeln tatsächlich gelten.

Stadtrat will ausgewogene Lösung

Der Stadtrat betont, dass die Förderung des Veloverkehrs grundsätzlich im Interesse der Stadt liege. Gerade in einem dicht besiedelten Quartier wie der Telli sei eine sichere und verständliche Verkehrsführung zentral.

Die zuständigen Abteilungen wurden beauftragt, die bestehende Regelung vertieft zu prüfen und mögliche Anpassungen zu diskutieren. Ziel ist eine Lösung, die sowohl den vertraglichen Rahmenbedingungen als auch den heutigen Anforderungen an eine nachhaltige Mobilität gerecht wird.

 

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