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Stellenabbau bei Tamedia

Tamedia strukturiert sich neu und richtet ihren Fokus vor allem auf digitale Produke aus. Im Zuge der Reorganisation kommt es zu einem Stellenabbau von bis zu 30 Vollzeitstellen.

Stellenabbau bei Tamedia
Tamedia setzt noch mehr auf digitale Produkte. (Archivbild) Bild: hrs.ch
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Die Medienbranche befinde sich in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel: veränderte Erwartungen, rückläufiger Printmarkt und massive Verschiebung der Schweizer Werbegelder zu globalen Plattformen würden zu fortlaufenden, raschen Anpassungen von Strategie und Organisation zwingen, heisst es in der Medienmitteilung. Tamedia habe deshalb bereits im August 2024 einen «umfassenden Transformationsprozess» angestossen.

Fokus auf digitale Produkte

Die journalistische Arbeit wurde  neu organisiert mit Fokus auf digitale Kernmarken. Auch wurde die Werbevermarktung gebündelt und der Zeitungsdruck auf ein zentrales Druckzentrum in Bern konsolidiert. Nun folge der nächste Schritt. «Qualitätsjournalismus mit einer starken Publizistik bleibt zentraler Pfeiler des Unternehmens und wird gestärkt», schreibt Tamedia, die zur TX Group gehört.

Per 1. März 2026 wird das Medienunternehmen neu in den Bereichen «Premium Digital» und «Premium Print & E‑Paper» getrennt und mit eigenständigen Geschäftsbereichen geführt. Das Digitalgeschäft soll «massiv vorangetrieben werden», heisst es in der Mitteilung weiter. 

Mit modernen E-Papers sollen aber auch die Printprodukte weiter gestärkt werden. Printprodukte würden zentraler Bestandteil des Portfolios bleiben, so Tamedia.

«Die Mediennutzung und der Werbemarkt haben sich grundlegend verändert. Diese Realität gilt es zu akzeptieren und sich danach auszurichten.»
Jessica Peppel-Schulz, CEO Tamedia

Gezielter Einsatz von AI

Die neuen Möglichkeiten der technologischen Entwicklung und der Künstliche Intelligenz (AI) würden unternehmensweit eingesetzt: Tamedia werde künftig noch konsequenter auf den Einsatz neuer Möglichkeiten der technischen Entwicklung und der künstlichen Intelligenz (AI) setzen.

Die entsprechenden Bereiche werden zur Einheit «AI & Data» zusammengefasst und direkt der CEO unterstellt. Die Einheit werde wesentlich zur Weiterentwicklung von Produkten, zur Steigerung von Effizienz und Produktivität in Prozessen und der Organisation beitragen, so Tamedia weiter.

Bis zu 30 Vollzeitstellen weg

Im Zuge der Reorganisation kommt es zu einem Personalabbau von 25 bis 30 Vollzeitstellen. Für die betroffenen Mitarbeitenden komme ein Sozialplan zur Anwendung.

«Der damit verbundene Stellenabbau schmerzt», sagt Tamedia-CEO Jessica Peppel-Schulz. Man müsse diese Verantwortung aber übernehmen, um dem Journalismus und Tamedia eine Zukunft zu geben.

Tamedia geht auf den 1893 gegründeten Tages-Anzeiger zurück. Heute beschäftigt das nationale Medienhaus 1300 Mitarbeitende in der Deutschschweiz und der Romandie. Zu den Medienmarken von Tamedia zählen unter anderem 24 heures, Basler Zeitung, Bilan, BZ Berner Zeitung, Das Magazin, Der Bund, Finanz und Wirtschaft, Le Matin Dimanche, Schweizer Familie, SonntagsZeitung, Tages-Anzeiger, Tribune de Genève sowie die Zürcher Regionalzeitungen (ZRZ). Darüber hinaus gehören auch Zeitungsdruckereien und eine eigene Vermarktungseinheit zum Portfolio. Tamedia ist ein Unternehmen der TX Group.

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