Wenn am 30. und 31. August in Mollis der neue Schwingerkönig gekürt wird, dürften Rekorde aufgestellt werden: Die Arena (mit 56'500 Plätzen) ist grösser als jedes Fussballstadion der Schweiz, Mollis (4'000 Einwohner) wird von Zuschauermassen (rund 350'000) überrannt. Und der Holzmuni Max, der über das Festgelände wacht, ist imposanter (20 Meter hoch, 30 Meter lang) und schwerer (182 Tonnen) als alles zuvor Gesehene.
«Perfekt im Zeitplan»
Zehn Tage bevor die Sägemehl-Titanen zusammengreifen, präsentiert sich das Festgelände schon fast bereit. Urs Bachmann, als Bereichsleiter Infrastruktur im Organisationskomitee für den Bau der Arena mitverantwortlich, ist zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten: «Wir sind perfekt im Zeitplan. Abgesehen von einem Teil des Dachs bei der Tribüne E und gewissen Bereichen bei den Vortribünen sind die Arbeiten abgeschlossen.»
Nüssli, Armee und Zivilschutz
Der Laie staunt; angesichts der Dimensionen (allein die Arena hat einen Umfang von 859 Metern) ist es höchst bemerkenswert, was hier seit Baubeginn am 23. Juni aus dem Boden gestampft wurde. Federführend im Arenabau ist die Firma Nüssli aus dem Thurgau. Sie baut bereits zum 23. Mal das Stadion für ein grosses Schwingfest.
Unterstützt wird sie von der Armee und dem Zivilschutz. Gemäss OK kommen von diesen Organisationen insgesamt 8'910 Manntage zusammen. Noch schneller soll es beim Abbau gehen. Bereits vier Wochen nach dem Schlussgang wird in Mollis kaum mehr etwas an den Event erinnern.
Beliebte Baustellenführungen
Doch soweit ist es noch lange nicht. Die Vorfreude auf den grössten Anlass in der Glarner Historie ist auf dem Festgelände förmlich greifbar. Allein für die Baustellenführungen haben sich 10'000 Menschen angemeldet. Sie bezahlen je 25 Franken – und tragen so ihren Teil zum Budget von rund 35 Millionen Franken bei.
Party bis um 2 Uhr früh
Und die schlauen Glarner haben mit dem Fest faktisch schon begonnen. An der Linthmeile auf dem Boden des Flugplatzes Mollis herrscht schon allerhand Betrieb. Das Glarnerland-Zelt ist schon seit dem 15. August geöffnet – unter der Woche bis 24 Uhr, an Wochenenden bis 2 Uhr. So darf man bei einem Augenschein vor Ort durchaus beeindruckt feststellen: Mollis ist für das grösste Sporthappening des Landes nicht nur bereit. Das königliche Fest hat faktisch schon begonnen.