Trotz durchzogenem Wetter bildeten über 2800 Zuschauer am 66. Rickenschwinget eine stimmungsvolle Kulisse. Und Samuel Giger liess sich davon zu einem weiteren Festsieg tragen – dem ersten bei diesem traditionellen Schwingfest.
Dominanz von Samuel Giger
Samuel Giger reihte einen Sieg an den anderen und dominierte das Fest. Die ersten vier Kämpfe gewann der 27-jährige Thurgauer allesamt. Einen kleinen Einbruch erlitt er lediglich im 5. Gang, als ihm Teilverbandskranzer Lars Rotach aus Ganterschwil einen Gestellten abtrotzte. Weil ihm aber wegen der offensiven Schwingweise 9,00 Punkte gutgeschrieben wurden, geriet die Schlussgangqualifikation nicht in Gefahr.
Den Schlussgang gegen Shane Dändliker aus Wolfhausen entschied Giger dann aber souverän für sich. Dändliker, der bis dahin einen Gestellten gegen Eidgenosse Marco Good sowie vier gewonnene Gänge auf dem Zähler hatte, platzierte sich ehrenvoll im zweiten Rang – zusammen mit Teilverbandskranzer Gian Maria Odermatt aus Uster.
Vier Wochen vor dem Eidgenössischen in Glarus gibt es keinen Zweifel: Der Weg zum Königstitel führt über Samuel Giger.
Durchzogene Leistung der Gastgeber
Am 66. Rickenschwinget gaben sich rund 120 Schwinger aus der Nordostschweiz und der Innerschweiz ein Stelldichein. Der gastgebende Schwingerverband Rapperswil und Umgebung war mit 23 Teilnehmern vertreten.
Als bester «Rapperswiler» klassierte sich Teilverbandskranzer Pirmin Gmür aus Amden im 5. Rang. In den Farben der «Rapperswiler» kämpft auch Kantonalkranzer Manuel Weber aus Pfäffikon ZH. Am Rickenschwinget platzierte er sich direkt hinter Pirmin Gmür im sechsten Rang. Den dritten Gang gegen den späteren Festsieger Samuel Giger verlor er zwar erwartungsgemäss; wie Weber die Niederlage mit einer starken Brücke hinauszögerte, war aber spektakulär.
Kantonalkranzer Daniel Elmer aus St. Gallenkappel klassierte sich im 7. Rang – gleich wie der junge Lukas Steiner aus Rieden. Teilverbandskranzer Florian Riget aus Schänis und Neukranzer Andreas Ziegler aus Kaltbrunn platzierten sich derweilen im 8. Rang.
Ein Abschied zum Schluss
Zu einem emotionalen Moment kam es im Lauf des 6. Gangs. Der 26-jährige Dominic Wenger aus Eschenbach hängte die Zwilchhose an den Nagel und beendete unter frenetischem Jubel seine sportliche Karriere.