Im Home of FCZ hat sich am Tag vor dem Super-League-Saisonstart gegen Sion (Freitag, 20.30 Uhr im Letzigrund) nur eine Handvoll Journalisten versammelt. Und dennoch verströmt der neue Trainer Mitchell van der Gaag einen Hauch der grossen Fussball-Welt im Medienraum: «Unser Ziel ist die Qualifikation für den Europacup».
Siege für Ruhe
Nach sechs Wochen Vorbereitung sei er glücklich, dass die Meisterschaft endlich los geht. Gleichzeitig weiss er: «Um in Ruhe arbeiten zu können, brauchen wir Siege».
Vorbild Ajax Amsterdam
Die FCZ-Akademie betrachtet van der Gaag als zentrales Element, ähnlich wie einst bei Ajax, wo Nachwuchsförderung ebenfalls zur Vereins-DNA gehört. Dabei soll auch Pieter Morel, der frühere Chefanalyst von Ajax, eine Schlüsselrolle übernehmen.
Und wie sieht er Klubführung und Managementstruktur beim 13-fachen Schweizer Meister?
Klare Kompetenzverteilung
War in der vergangenen Saison oft über die Hierarchie und die Kompetenzverteilung zwischen Sportchef Milos Malenovic und Trainer Ricardo Moniz spekuliert worden, sagt van der Gaag klipp und klar: «Der Chef bin ich. Ich fälle die Entscheidungen. Und ich trage die Verantwortung – im Guten wie im Schlechten».
Wie in den Flitterwochen
Deshalb zieht er auch klare Grenzen: «Der Sportchef sitzt nicht auf der Trainerbank». Schauen sie sich das ganze Interview an – und erfahren sie, weshalb sich der neue FCZ-Trainer derzeit wie in den Flitterwochen fühlt.
Der neue FCZ-Trainer
Der 53-jährige Holländer Mitchell van der Gaag spielte in seiner Aktivzeit in der Innenverteidigung und stand bei mehreren Klubs in seiner Heimat unter Vertrag (PSV Eindhoven, Nijmegen, Sparta Rotterdam). Später wechselte er zu Motherwell in Schottland und nach Funchal in Portugal, 2007 beendete er die Karriere nach einer Saison in Saudi-Arabien bei Al-Nassr. Als Trainer war er in Portugal tätig, später auch im Ajax-Nachwuchs und bei den Profis. Zuletzt war er Co-Trainer bei Manchester United. Van der Gaag hat beim FC Zürich einen Zweijahresvertrag unterschrieben.